Bordeaux Rotweine
Bei den Trauben für unsere Rotweine ist die Beschaffenheit der Traubenschale entscheidend. Sie werden erst dann geerntet wenn die Schalen dünn und die Stiele verholzen sind. Das garantiert die optimale Reife der Tannine, die sogenannte physiologische Reife.
Bordeaux Weißweine
Bei den ach so geliebten Weißweinen aus Bordeaux wird gar nicht mal bis zur Vollreife gewartet bis sie vom Rebstock gepflügt werden. Der Grund: manche Rebsorten würden so gravierend an wertvoller Säure verlieren. Damit wären die Weißweine ungenießbar und würden einfach schlecht schmecken.
Mensch oder Maschine? - zwei Methoden der Weinlese
Bei der manuellen Ernte (auch Lese von Hand genannt) werden die Trauben ganz traditionell mit einer Rebschere vom Stiel abgeschnitten. Der Vorteil ist, dass hierdurch jeder Rebstock begutachtet werden kann und nur die besten Trauben abgeschnitten werden. Leider ist diese Arbeitsweise sehr zeitaufwendig und benötigt viele Arbeitskräfte. Die maschinelle Ernte erleichtert zwar die Ernte, doch leider werden hier auch unreife und faule Trauben mitgeerntet. Im Chateau Keller müssen dann die unbrauchbaren Trauben von Arbeitskräften aussortiert werden.
Organisation ist alles
Ein weiterer, wichtiger Punkt ist, dass nie bei brutzelnden Sonnenschein geerntet wird, sondern eher bei kühlerem Wetter. Der Grund: je länger die Trauben der Sonne ausgesetzt sind, desto höher ist das Riskio von Qualitätseinbusen. IM SCHLIMMSTEN FALL beginnt der Gärprozess des Traubensafts sogar schon vor dem Pressen. Dann wäre der Wein hinüber und alles wäre umsonst gewesen.
Zusammenfassend lässt sich sagen:
Was noch unreif ist bleibt am Rebstock hängen, reife Traube kommen ins Körbchen und faule Trauben landen sowieso im Abfall. Bei weißen Trauben zählen die inneren Werte, bei roten Trauben die äußeren Werte. Ob Mensch oder Maschine unsere Lieblingsweine ernten ist allein die Entscheidung des Winzers. Und eine gute Organisation im Weinberg ist die halbe Miete.